• Tanja

Im Interview: Elena Kelava


Nachgefragt!

Wir sprachen mit Elena, Online Marketing Expertin und Visionärin

Elena Kelava kommt aus dem Online Marketing und hat eine Vision: Sie möchte die Welt kinderfreundlicher machen!

Was genau dahinter steckt und was ihr Herzensprojekt "kiddeo" damit zu tun hat? Lest selbst:

Liebe Elena, welche drei Begriffe beschreiben Dich am treffendsten?

agil, leidenschaftlich, zielstrebig

Deine Familie - verrate uns ein paar persönliche Eckdaten:

Ich bin verheiratet und habe zwei Mädchen. Die Große ist bereits 7 und geht in die zweite Klasse und die Kleine ist ein Jahr alt.

Dein Business –was ist dein Business, warum stehst Du heute da, wo

Du stehst … kurzum wofür stehst Du gerne morgens auf?

Ich liebe und lebe das Online Marketing. Im Marketing Umfeld bin ich mittlerweile seit 6 Jahren. Bereits mein Studium hab ich auf den Schwerpunkt E-Buisness gelegt. Mir macht zum einen „das Analysieren“ Spaß, aber vor allem auch die Erfolge, die man, für ganz gleich welche Branche, mit einer richtigen Optimierungen und passenden Strategien erreichen kann.

Auf Basis meiner Online Marketing Erfahrung entstand auch meine Kinderplattform Kiddeo. Irgendwie habe ich es mit dieser Webseite geschafft meinen Job, aber auch meine Rolle als Mama zu kombinieren. Es ist ein Herzensprojekt. Ich möchte mir und anderen Eltern dabei helfen Deutschland ein bisschen kinderfreundlicher zu machen

Gibt es ein Schlüsselerlebnis oder einen Wendepunkt in Deinem Leben,

der Dich einen neuen Weg hat einschlagen lassen? Erzähl’ mal…

Ich war kurzzeitig im Vertrieb tätig und merkte, dass meine Kreativität und meine Leidenschaft zum Marketing zu kurz kommen. Daraufhin habe ich für mich beschlossen, dass ich das tun sollte was mir wirklich Spaß macht. Ich habe mich bei vielen Unternehmen beworben und bin dann auf eine Online Marketing Stelle gestoßen, die mich signifikant in meiner weiteren Entwicklung beeinflusst hat. Ich habe Helen (eine der Gründerinnen der Businessmoms) kennengelernt und sie hat mein Potential gefördert. Ich denke das war auch der Wendepunkt in meinem Leben. Man braucht immer Menschen, die an einen glauben.

Genau das symbolisieren auch die Businessmoms für mich. Eine Gemeinschaft, wo sich Mütter, genauer selbstständige Frauen, gegenseitig supporten. Das gibt es auf der Welt leider noch zu selten.

Hat das „Mutterwerden und -sein“ Dich verändert?

Ich habe damals meine erste Tochter in meinem Masterstudium bekommen. Danach ging es darum das Studium weiterzumachen oder abzubrechen. Ich habe mich fürs weitermachen entschieden. Ab diesem Zeitpunkt musste ich mich bestmöglich organisieren. Mit viel Ausdauer und Durchhaltevermögen gelang es mir dann auch mein Masterstudium erfolgreich zu absolvieren. Aber nach dieser Erfahrung konnte mich nichts mehr so leicht aus der Bahn werfen. Mit dem Mama werden bin ich stärker geworden und jetzt bin ich definitiv ein Multitasking-Talent.

Wie meisterst Du den Spagat zwischen Kindern, Job und Partner im

Alltag? Wenn Du einen Partner hast: wie regelt Ihr Betreuung/ Haushalt/

Freizeit?

Mein Mann arbeitet Vollzeit und ich manage derzeit alles was ansteht von Zuhause aus. Er bringt unsere Große in die Schule und ich übernehme Abholen, die Hausaufgaben und die Betreuung der Kleinen.

Mein Job ermöglicht es mir theoretisch von überall zu arbeiten. Deswegen bin ich teilweise im Büro und teilweise Zuhause tätig. Die einzige essentielle Grundvoraussetzung ist dabei ein funktionsfähiges Internet. Mittlerweile habe ich mir auch daheim ein Bürozimmer eingerichtet und kann mich hier hervorragend konzentrieren. Ich wollte immer arbeiten. Gleichzeitig möchte ich aber meine Familie nicht zu kurz kommen lassen. Für mich ist das eine ideale „Work-Life-Balance“.

Natürlich braucht man auch bei diesem Modell Hilfe. Ich habe beispielsweise meinen Papa, der während meiner Arbeitszeit meine Jüngste betreut. Wenn sie groß genug ist, wird sie in den Kindergarten gehen. Jetzt ist dies jedoch für mein Arbeitsmodell so am besten.

Was war dein Highlight als working mum?

Ich habe mit dem Online Marketing eine Nische für mich entdeckt, in der ich mich selbst weiterbilden kann. Mittlerweile manage ich beispielsweise meine Webseite (kiddeo.de) und kann eigenständig Webseiten via Wordpress erstellen und optimieren, ohne Informatiker zu sein.

Es ist mir ausgesprochen wichtig mich in meiner Tätigkeit weiterzuentwickeln und neue Skills und Tools dazuzulernen, denn ich bin der festen Überzeugung dass man nie auslernt und es immer eine Steigerung des IST-Zustandes gibt.

Was war dein größtes„Fuck up“? Und was nimmst Du aus der Erfahrung mit?

Ich hatte als Mutter bereits öfter das Gefühl in eine Mama-Schublade gesteckt zu werden. Ganz nach dem Motto Mütter wären nicht flexibel genug oder hätten keine Karrierechancen. Dies sind alles Ansichten, die ich nicht teilen kann.

Ich bin sogar der Meinung, dass Mütter (wenn man sie nur lässt) viel mehr draufhaben als „Normalsterbliche“. Mütter erlernen mit dem Mama sein die Fähigkeit umzudenken, über sich hinauszuwachsen und mehrere Dinge gleichzeitig zu regeln. Wir sind stark und können Karriere machen! Leider werden Mütter nach wie vor gerne degradiert oder in den Schatten gestellt. Ich hoffe genau mit solchen Institutionen wie den Businessmoms gibt es diesbezüglich irgendwann einen Wandel.

Scheitern wir manchmal an den eigenen Erwartungen oder hinkt die

Gesellschaft unseren Bedürfnissen hinterher?

Deine Meinung interessiert uns zu den drei Themen Gehalt, Vereinbarkeit von Familie und Beruf, Gleichberechtigung?

Die Gesellschaft hinkt definitiv hinterher und zu viele Frauen passen sich auch dieser altern Denke an. Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist ein stückweit besser geworden. Leider nur ein stückweit. Wir sind noch lange nicht da angelangt, wo wir sein sollten. Es ist nach wie vor so, dass es Mütter im Wiedereinstieg ins Berufsleben (nach der Elternzeit) viel schwerer haben. Auch gehaltlich müssen wir Frauen um jeden Bonus oder jede Beförderung feilschen. Ich denke wir müssen uns schlicht und ergreifend damit abfinden, dass wir viele „konservative Sichtweisen“ noch nicht verändern können. Deswegen bin ich der Freund des „Umdenkens“. Wir Frauen/Mütter können so viel mehr, als uns zugetraut wird. Wenn es jemand nicht versteht, gibt es andere die es tun.

Wir setzen Dich in eine Zeitkapsel und Du triffst für 5min Dein 25jähriges„Ich“!

Was rätst Du ihm?

Mein Rat ist: Geh direkt ins Online Marketing und verfolge deine Ideen jetzt und sofort. Warten wird überbewertet. Ganz nach dem Motto „No Risk no fun“. Fallen und Aufstehen macht uns stärker und schlussendlich bereuen wir sowieso nur die Dinge, die wir nicht gewagt haben.

„Work-Life-Balance“: a) Was war doch noch mal? oder b) ganz wichtig!

Wie schaltest Du ab, was erdet oder entspannt dich?

Ich liebe Reisen. Neue Orte, neue Städte und neue Länder entdecken. Sowas fasziniert mich. Ich denke die Welt ist so groß und wir kennen nur einen Bruchteil davon. Nur beim Reisen kann man andere Kulturen besser verstehen und andere Sitten wirklich kennenlernen

Wie bist Du vernetzt: überwiegend on- oder offline?

Ich bin überwiegend online vernetzt, aber denke da kann man definitiv noch mehr herausholen. Netzwerken ist wichtig und ich glaube ich fange jetzt erst damit so richtig an. Aber besser spät als nie!

Unsere Feenfrage: Du hast drei Wünsche frei…

1. Familie: Für meine Familie wünsche ich mir Gesundheit und Erfolg.

2. Selbstverwirklichung: Ich möchte meine Idee verwirklicht sehen und diese monetarisieren.

3. Finanzen: Ich wünsche mir noch ein stückweit unabhängiger zu sein (d.h.: Reisen auch mal spontan buchen, Immobilien als Anlage besitzen und managen usw.)

Liebe Elena, vielen Dank für Deine Zeit und Deine Antworten!

Wer mehr von und über kiddeo erfahren möchte:

http://www.kiddeo.de https://www.mava-digital.de

#interview #vereinbarkeit #familie #kinderfreundlich

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