• Tanja

Im Interview: Uli Heppel


Nachgefragt!

Wir sprachen mit Uli, ArtDirektorin und Bloggerin

Uli ist selbständige ArtDirektorin im schönen München. Wir lernten Sie auf der Messe herCAREER kennen und waren sofort begeistert: Gemeinsam mit Sabine betreibt sie den LifestyleBlog "Fuck the Falten" - und das sagt doch schon alles, oder? Lest selbst:

Liebe Uli, welche drei Begriffe beschreiben Dich am treffendsten?

Kreativ – humorvoll – positiv oder Fuck the Falten – Mehr Jahre mehr Leben!

Deine Familie - verrate uns ein paar persönliche Eckdaten:

Ich bin alleinerziehende Mutter eines 15-jährigen Teenagers und wohne mit ihm im Herzen von München.

Dein Business –was ist dein Business, warum stehst Du heute da, wo

Du stehst … kurzum wofür stehst Du gerne morgens auf?

Ich bin durch und durch Kreativer. Und das liebe ich auch sehr. Ich könnte mir kaum etwas anderes vorstellen. Ich arbeite ich als selbständige Art Directorin in der Werbung und dann betreibe ich mit Sabine den Lifstytleblog „Fuck the Falten“. Beides tolle Aufgaben, die mich neben dem Muttersein aber auch sehr fordern.

Gibt es ein Schlüsselerlebnis oder einen Wendepunkt in Deinem Leben,

der Dich einen neuen Weg hat einschlagen lassen? Erzähl’ mal…

Nicht wirklich. Ich war schon immer sehr von meinem Job überzeugt und mache ihn einfach auch sehr gerne. Ein Schlüsselerlebnis war aber sicher der Start unseres Lifestyleblogs „Fuck the Falten“, den Sabine und ich ins Leben gerufen haben. Das hat uns in vielerlei Hinsicht bereichert und bringt uns sicher auch auf neue Wege

Hat das „Mutterwerden und -sein“ Dich verändert?

Ja, auf jeden Fall. Durch das Mutterwerden haben sich für mich auf einmal alle Prioritäten verschoben. Alles was mir einmal immens wichtig war und für was ich gekämpft und gelebt habe, wurde plötzlich unwichtig, wenn mein Kind mich gebraucht hat. Das hätte ich mir vor der Schwangerschaft so nie vorstellen können. Das Muttersein hat mich auf alle Fälle sehr geerdet – gerade in meiner Branche, die sich oft zu wahnsinnig wichtig nimmt.

Wie meisterst Du den Spagat zwischen Kindern, Job und Partner im

Alltag? Wenn Du einen Partner hast: wie regelt Ihr Betreuung/ Haushalt/

Freizeit?

Mein Sohn und ich sind mittlerweile ein total eingestimmtes Team, was den Haushalt betrifft. Er kocht oft mal am Abend, wenn ich nach Hause komme und kümmert sich auch sonst schon um total viele Dinge im Haushalt. Dadurch haben wir dann mehr Zeit zusammen, etwas Schönes für uns beide zu machen. Dann haben wir aber auch schon immer eine supernette Zugehfrau, die einmal die Woche kommt und sich um das „gröbste“ kümmert.

Was war dein Highlight als working mum?

Man wächst oft über sich selbst hinaus und ist darüber erstaunt, was man alles so wuppen kann

Was war dein größtes„Fuck up“? Und was nimmst Du aus der Erfahrung mit?

Meine größten Negativerlebnisse waren sicher, dass genau Frauen oft am wenigsten Verständnis haben, wenn du wegen Kind mal nicht so funktionierst, wie gewohnt. Das ist wirklich bitter.

Scheitern wir manchmal an den eigenen Erwartungen oder hinkt die

Gesellschaft unseren Bedürfnissen hinterher?

Deine Meinung interessiert uns zu den drei Themen Gehalt, Vereinbarkeit von Familie und Beruf, Gleichberechtigung?

Ich bin selbstständig und habe dadurch natürlich einen großen Vorteil, was das Thema Gehalt bzw Bezahlung angeht. Denn ein bisschen kann ich mir die Sachen aussuchen, die ich mache oder nicht.Selbstständigkeit hat ganz klar auch Nachteile. Natürlich kann ich mir mal schnell freie Zeit einräumen, wenn ich sie für familiäre Dinge brauche. Dafür arbeite ich aber oft auch mal nachts oder an Wochenenden, wenn es brennt. Und oft auch mehr als 8 Stunden am Tag.Thema Gleichberechtigung ist natürlich ein großes Fass. Persönlich habe ich hier allerdings auch großes Glück. In kreativen Berufen spielt das tatsächlich nicht eine so große Rolle. Zumindest hatte ich noch nie den Eindruck. Aber ich bekomme es natürlich rund um mich herum ständig mit. Es ist schon sehr traurig, wie sehr dieses Thema in der heutigen Zeit immer noch Präsenz hat. Frauen verdienen in der Regel immer noch 20% weniger als Männer. Das ist doch unglaublich, oder? Darüber gäbe es noch tausend Dinge zu sagen.

Wir setzen Dich in eine Zeitkapsel und Du triffst für 5min Dein 25jähriges„Ich“!

Was rätst Du ihm?

Ich vielen Situationen mehr Gelassenheit. Das Leben und vor allem den Job nicht immer so wichtig nehmen. Die Zeit mit den Kindern ist so endlich, dass man davon so viel wie möglich mitnehmen sollte.

„Work-Life-Balance“: a) Was war doch noch mal? oder b) ganz wichtig!

Wie schaltest Du ab, was erdet oder entspannt dich?

Ich merke, mit zunehmenden Alter wird die Work-Life-Balance immer wichtiger und tritt auch viel mehr in den Vordergrund. Während ich früher immer am Durchstarten war, achte ich immer mehr darauf, meine kleinen persönlichen Auszeiten zu pflegen. Man merkt einfach immer mehr, die Ressourcen sind begrenzt und man muss gut mit ihnen haushalten.

Wie bist Du vernetzt: überwiegend on- oder offline?

Beides natürlich. Das bringt der Job schon mit sich. Über den Blog sind wir natürlich hautpsächlich online vernetzt. Aber ich habe auch offline ein ziemlich großes Netzwerk und versuche auch, hier eine gesunde Balance zu halten.

Unsere Feenfrage: Du hast drei Wünsche frei…

  • Mehr Gelassenheit in Bezug auf Schule und Erziehung

  • Mehr Zeit für die wirklich schönen Dinge im Leben

  • Vital und fit sein, bis zum Umfallen

Liebe Uli, vielen Dank für Deine Zeit und Deine Antworten!

Wer mehr von und über Uli und "Fuck the Falten" erfahren möchte: https://www.fuckthefalten.de

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