Im Interview: Sonja Gründemann

16 Jan 2019

Nachgefragt!

 

Wir sprachen mit Sonja, Bühnenexpertin und Business-Coach

 


 

Perfekt muss nicht sein - echt ist schöner! 
 

Sonja ist Expertin für den erfolgreichen Auftritt, Bühnenexpertin, Trainerin, Business-Coach ... eine PowerFrau mit eigenem Bühnenprogramm! 

 

Lest selbst: 

 

 

 

 

 

 

 

 

Liebe Sonja, welche drei Begriffe beschreiben Dich am treffendsten?

 

Intuitiv, empathisch, ehrlich

 

 

Deine Familie - verrate uns ein paar persönliche Eckdaten:

 

In einer Partnerschaft lebend mit dem Vater meiner 3jährigen Tochter

 

 

Dein Business –was ist dein Business, warum stehst Du heute da, wo

Du stehst … kurzum wofür stehst Du gerne morgens auf?

 

Man sagt, dass mehr Menschen Angst davor haben, vor Menschen zu sprechen, als zu sterben. Ich liebe es, auf der Bühne zu stehen und vor Menschen zu reden. Als Herzensmensch & Expertin für den erfolgreichen Auftritt unterstütze ich meine Klienten*innen ihre persönlichen „Standing Ovations“ zu erleben. Das Besondere ist, dass ich selber noch mit meinen Bühnenprogrammen „TYPisch FRAU?!“, „Plötzlich Mama“ und dem Frauenduo „Sonja und Esther / Backstage – Women on Tour“ auf den Bühnen der Nation stehe.
Somit kenne ich beide Seiten: Business und Bühne und vereine diese aufgrund meines BWL-Studiums und der Berufserfahrung und meiner Bühnenausbildung und Beruferfahrung in diesem Bereich. Besonders wichtig ist mir dabei: Perfekt muss nicht sein. Echt ist schöner.

 

 

 

Gibt es ein Schlüsselerlebnis oder einen Wendepunkt in Deinem Leben,

der Dich einen neuen Weg hat einschlagen lassen? Erzähl’ mal…

 

Mein Leben ist noch nie einen geraden Weg gegangen. Über ein einschneidendes Erlebnis habe ich gerade in dem Buch „Wie hast Du das gemacht? – Band 2“ geschrieben, bei welchem ich Co-Autorin war und welches im Januar erscheint. Ein weiterer Wendepunkt war auf jeden Fall das Jahr 2012, in dem ich mir erst den Fuß gebrochen habe und kurz danach einen Fahrradunfall hatte. Und plötzlich, als ich da vollkommen verzweifelt auf dem Sofa lag, kam eine Freundin mit einer Empfehlung um die Ecke und ich war in einem riesen Projekt als Vertriebstrainerin und -coach in einer Bank…wo ja auch meine Wurzeln liegen. Auf einmal war ich nur noch unterwegs, verdiente viel Geld und sammelte unfassbar viele Erfahrungen, auf die ich heute aufbauen kann.

 

 

 

Hat das „Mutterwerden und -sein“ Dich verändert?

 

Oh ja. Das beschreibe ich auch in meinem Bühnenstück „Plötzlich Mama“: Das wird bei mir sicher alles ganz anders. Das ist doch nur ein Kind…und plötzlich ist es da und Du merkst, es verändert sich einfach alles. Dein Sein, Deine Wahrnehmung, Deine Prioritäten, Deine Liebe. Meine Tochter hat mich gelernt, geduldiger zu sein und dass ich so sein darf, wie ich bin – nur besser.

 

 

 

Wie meisterst Du den Spagat zwischen Kindern, Job und Partner im

Alltag? Wenn Du einen Partner hast: wie regelt Ihr Betreuung/ Haushalt/

Freizeit?

 

Ich bin ja viel unterwegs, als Trainerin tageweise und als Bühnenmensch oft abends und dazu am Wochenende. Mein Lebensgefährte hat einen recht flexiblen Arbeitgeber, aber meistens bin ich doch diejenige, die unsere Tochter in die Kita bringt und abholt oder das Babysitten regelt. Und uns ist beiden wichtig, dass sie nicht länger als eine gewisse Anzahl an Stunden in der Kita ist, obwohl wir sie sogar länger dort lassen könnten. Das ist aber nur unser Notfall-Backup. So lange unsere Eltern noch können, freuen wir uns, wenn sie anreisen, besonders, wenn ich mal 2 Tage am Stück unterwegs bin. Mittlerweile funktioniert aber auch das Mütternetzwerk gut und ab und zu spannen wir Babysitter ein. Es ist eine Jonglage und Organisation, immer ein Drahtseilakt gepaart mit innerer Zerissenheit…die Liebe zum Kind, aber auch zu meinen Jobs.

 

 

 

Was war dein Highlight als working mum?

 

Als meine Tochter vor kurzem meinte: „Mama, Papa arbeitet am Flughafen“ – „Na ja, fast, aber im Grundsatz hast Du Recht. Was mache ich denn? „Yoga“. Ich musste sehr lachen. Denn na klar, wenn ich zu einem Auftritt gehe, sage ich: „Ich spiele heute „TYPisch FRAU?!“ und wenn ich ins Büro gehe oder ein Training oder Coaching gebe, dann erkläre ich das nicht weiter…was soll ich auch sonst denken? Wenn sie mich morgens zu Hause mal „rausschubst“, dann gehe ich meistens zum Frühyoga.

 

 

 

Was war dein größtes„Fuck up“? Und was nimmst Du aus der Erfahrung mit?


Da gab es in den 14 Jahren der Selbstständigkeit schon einige. Das größte Learning:Vertraue auf Dein Bauchgefühl/Deine Intuition. Dann bist Du auf dem richtigen Weg. Und sage lieber etwas ab, was Bauchgrummeln verursacht, das hat nämlich seinen Grund. 

 

 

Scheitern wir manchmal an den eigenen Erwartungen oder hinkt die

Gesellschaft unseren Bedürfnissen hinterher?

Deine Meinung interessiert uns zu den drei Themen Gehalt, Vereinbarkeit von Familie und Beruf, Gleichberechtigung?

 

Gehalt: Ich bin seit 14 Jahren selbständig, deshalb kann ich zum Thema Gehalt nicht wirklich etwas sagen. Ich denke bloß: steh für Dich ein, mach Dir bewusst, was Du wert bist, bevor Du Dein Gehalt/Deinen Tagessatz verhandelst und sei klar in Dir.

 

Familie und Beruf: Schwierig. Das würde eine Abhandlung werden. Es ist aber immer noch so, dass in meinen Augen das meiste an den Müttern hängenbleibt. Aber die Frage muss auch immer sein: wieviel bin ich denn wirklich bereit, abzugeben?

 

Gleichberechtigung: Ich habe gerade als Patin für die „Sisters of Comedy“ moderiert und auf der Bühne gestanden, die sich aufgrund von 100 Jahren Frauenwahlrecht gebildet haben. Wow, wir sind sicher noch nicht da, wo wir sein könnten, aber ich mag dieses „auf Teufel komm raus – Quotengleichberechtigung“ einfach nicht.

 

 

 

Wir setzen Dich in eine Zeitkapsel und Du triffst für 5min Dein 25jähriges„Ich“!

Was rätst Du ihm?

 

Du hast alles richtig gemacht. Manchmal höre noch mehr auf Dein Bauchgefühl, aber vor Dir liegt ein buntes und abwechslungsreiches Leben. Liebe, lebe und lache!

 

 

„Work-Life-Balance“: a) Was war doch noch mal? oder b) ganz wichtig!

Wie schaltest Du ab, was erdet oder entspannt dich?

 

Am besten schalte ich im Urlaub ab. Davon sollte ich mir mehr erlauben!!

 

 

Wie bist Du vernetzt: überwiegend on- oder offline?

 

Den Zahlen nach online. In echt finde ich es aber noch schöner und bekomme auch die meisten Empfehlungen. Denn die virtuelle Welt kann den persönlichen Kontakt einfach nicht ersetzen.

 

Unsere Feenfrage: Du hast drei Wünsche frei…

 

  • Gesundheit für meine Familie und Freunde

  • Jedes Jahr vier Wochen Familienurlaub in Amerika, Australien, Südafrika, Neuseeland oder…

  • Ein Stadion voller Menschen, die mich sehen und hören wollen.

 

 

Liebe Sonja, vielen Dank für Deine Zeit und Deine Antworten!

 

Wer mehr von und über Sonja, Ihr Bühnenprogramm und dem Buch erfahren möchte, an dem sie mitgeschrieben hat:

Wie hast Du das gemacht- Band 2 :: https://amzn.to/2DcEjrl

www.sonja-gruendemann.de

www.typischfrau.de
 

 

 

 

 

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